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Kommunikationsförderung mit Unterstützter Kommunikation

Die Kommunikation wird dann gefördert, wenn das Kind sie als etwas Gutes empfindet.

Mit dem Einsatz von Unterstützter Kommunikation sollte so früh wie möglich begonnen werden. Erste Formen der Kommunikation beginnen bereits vor der Geburt. Wenn das Kind aufgrund seiner Behinderung in seiner Kommunikationsentwicklung beeinträchtigt ist, sollte es unbedingt Hilfe erhalten. Durch frühe Unterstützung bekommt das Kind die Möglichkeit, Erfahrungen und Erfolgserlebnisse in der Kommunikation zu sammeln.
Die Unterstützte Kommunikation muss von allen mitgetragen werden, die mit dem Kind zu tun haben und erfordert daher eine Zusammenarbeit von Eltern, Kindergarten oder Schule und Therapeuten.

Es gibt kein Kind, das nicht kommuniziert. Auch schwer behinderte Kinder können zeigen, ob sie etwas als angenehm empfinden, oder nicht. Manchmal sind diese Äußerungen schwer zu verstehen und erfordern Geduld und Zeit, das Kind kennen zu lernen.
Der erste Schritt bei schwer behinderten Kindern ist, ihnen die Erfahrung zu geben, dass sie etwas bewirken können. Sie müssen erleben, dass ihre Äußerungen Einfluss darauf haben, wie mit ihnen umgegangen wird. Durch diese Erfahrungen soll das Kind lernen, dass Kommunikation etwas Positives ist und motiviert werden, sie gezielter einzusetzen.
Im Alltag ist es wichtig, dem Kind zuverlässige Reaktionen auf seine Äußerungen zu geben. Es soll die Erfahrung machen, dass eine bestimmte Äußerung eine bestimmte Reaktion hervorruft.
Zum Beispiel:
das Kind macht beim Essen den Mund auf und erst dann kommt der Löffel mit dem Essen.

Durch die frühe Unterstützung der Kommunikation wird die Entwicklung gefördert und eine Basis für den Erwerb von Sprache geschaffen. Die Kinder erleben, dass ihre Äußerungen für andere bedeutungsvoll sind und können erfahren, dass ihnen andere Menschen etwas mitteilen. Dies kann auch dazu beitragen, dass die Kinder in der Pflege und Therapie besser verstehen, was mit ihnen geschieht.

UNTERSTÜTZTE KOMMUNIKATION HEMMT NICHT DIE SPRACHENTWICKLUNG!

Laut LEBER (2003) gilt es als erwiesen, dass Unterstützte Kommunikation die Entwicklung des Sprechens nicht negativ beeinflusst.
Die Hilfen für die Kommunikation müssen für jedes Kind individuell angepasst werden. Für kleine Kinder, die weniger motorische Schwierigkeiten haben, sind zu Beginn einfache Gebärden oder Gesten gut geeignet. Dies kommt jedoch für Kinder mit einer schwereren Körperbehinderung nicht in Frage.

Bei Kindern mit schwerer Körperbehinderung sollte zunächst ein Symbolverständnis angebahnt werden. Das Kind soll lernen, dass die Abbildung eines Gegenstandes nicht nur diesen Gegenstand darstellt, sondern eine bestimmte Bedeutung hat. Dieses Verständnis kann natürlich nur dann erworben werden, wenn das Kind über die nötigen kognitiven Voraussetzungen verfügt. Erst wenn dieses Symbolverständnis erworben wurde, kann die Kommunikation durch Symbole unterstützt werden.
Aufgrund der Vielfalt an Möglichkeiten in der Unterstützten Kommunikation, kann für fast jedes Kind ein Weg gefunden werden, um die Kommunikation zu erleichtern und zu verbessern.

Den kompletten Text können Sie hier als PDF herunterladen: Grundlagen Unterstützte Kommunikation (PDF-Datei 515 KB)

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