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Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)

ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) ist eine Erkrankung des zentralen und peripheren Nervensystems. Beschädigt sind die motorischen Nervenzellen im Rückenmark und im Gehirn. Dies führt zu fortschreitenden Bewegungseinschränkungen. Symptome sind unwillkürliche Muskelzuckungen (Faszikulationen), Muskelschwund (Athrophie) sowie Muskelschwächen (->Paresen) an Armen, Beinen und im fortgeschrittenen Stadium der Atemmuskulatur. Ist der Hirnstamm betroffen, führt dies zu Sprach-, Kau- und Schluckbeschwerden (Progressive Bulbärparalyse). Sind die Hirnrinde und ihre Verbindung zum Rückenmark betroffen, führt dies sowohl zu Lähmungen als auch zu einer Erhöhung des Muskeltonus (spastische Lähmung).

In den meisten Fällen beginnt die Erkrankung an den oberen oder unteren Extremitäten (Störung der Feinmotorik oder zunehmende Unsicherheit beim Gehen). Nur selten sind die ersten Symptome Schluck- und Sprechstörungen. Die Empfindung für Berührung, Schmerz und Temperatur sowie das Sehen, Hören, Riechen und Schmecken und die Funktionen von Blase und Darm sind meist nicht betroffen. Zudem sind die kognitiven Fähigkeiten ebenfalls fast immer unbeeinträchtigt. Die Ursache ist mit Ausnahme der seltenen erblichen Formen bisher unbekannt. Pro Jahr erkranken etwa 1-2 von 100.000 Personen an ALS. In der Regel schreitet die Krankheit über Jahre gleichmäßig langsam fort und dehnt sich auf weitere Körperregionen. Die Lebenserwartung ist verkürzt, es sind allerdings auch sehr langsame Verläufe über 10 Jahre und mehr bekannt.

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